Liebe Besucher,
das Projekt Kongeriget Lillemark hat nun nach 3 1/2 Jahren sein Ende gefunden.
Wir bedanken uns bei allen Mitspielern, Gästen und Lesern und hoffen, euch anderweitig mal wieder zu sehen. ;)
Alles Gute!
Die Lillen
Er legt grinsend den Kopf ein wenig schief.

Er macht spaßeshalber eine Siegergeste und lacht.
Er legt eine Hand an ihre Wange und küsst die andere.
Er schenkt ihr noch ein Lächeln und geht zurück zum Auto.
Sie sieht ihm noch kurz nach wie er zum Auto geht. Dann schließt sie die Tür auf und geht nach oben und direkt ins Bett. Vor dem Einschlafen fängt sie noch an ein Sms an Per zu tippen. Sie will wissen, wieso er ihr aus dem Weg geht, wo er doch sagte, dass sie ihm bestimmt nicht auf die Nerven gehen würde. Das war einfach alles so unfair und es nervte sie. Sie vermisst ihn. Aber mitten im Tippen gibt sie auf und legt das Telefon zur Seite. Klappt nicht so wie sie sich das vorgestellt hat.
Keine fünf Minuten später hat sie das Handy wieder in der Hand und wählt Pers Nummer. Wenn das mit der Sms nicht klappt, konnte sie ihm wenigstens auf die Mobilbox sprechen.
Nach dem Anruf fühlt sie sich wie benommen. Sie kann nicht glauben, dass das gerade wirklich passiert ist. Die Tränen laufen ihr heiß die Wangen herunter. Es tut so weh! Gleichzeitig ist sie zornig auf sich selbst. Wie hat sie nur jemals annehme können, dass das mit Per und ihr gut gehen würde in der Praxis. Und zu allem Überfluss musste sie sich auch noch verlieben! Sie ist so dumm gewesen. Eine Närrin.
Da in dieser Nacht nicht mehr wirklich an Schlaf zu denken war, zieht sie sich kurzentschlossen wieder an und fährt in die Praxis.
Sie schreibt eine sms zurück
Kate liest Lyras Sms. Vorbeikommen? Nein danke. Sie muss sich jetzt erst mal klar darüber werden, wie es bei ihr weitergehen soll. Soll sie in Frederikshavn bleiben und im Krankenhaus arbeiten? Oder doch wieder ganz nach Hause und dort Hausärztin werden. Oder wieder ins Ausland und das alles hinter sich lassen. Sie antwortet Lyra aber noch einmal.
Kate springt noch eben schnell unter die Dusche und schlüpft dann in Jeans und Pullover. Wenn sie es noch pünktlich zum Café Blum schaffen wollte, musste sie in spätestens fünf Minuten los fahren. Geld. Handy. Wohnungsschlüssel. Handschuhe. Haube. Ein letzter prüfender Blick und dann läuft sie auch schon los zu ihrem Fahrrad.
Kate schließt die Wohnungstür hinter sich, froh endlich wieder zu Hause in ihren eigenen vier Wänden zu sein. Die letzten Tage hat sie ihre Familie besucht, als Entschädigung dafür, dass sie an Weihnachten nicht bei ihnen sein kann. Geschafft lässt sie sich nun auf die Couch plumpsen. So viel Familie auf einmal ist einfach nicht gesund! Kein Wunder, dass an den Feiertagen so viel gestritten wird. Sie selbst stand schon kurz davor ihre Mutter zu erwürgen. So sehr Kate sie auch liebte, manchmal war sie einfach nicht auszuhalten und wenn sie sich in den Kopf gesetzt hat - unterstützt von ihren Schwestern, den Verräterinnen - Kate zu verkuppeln, dann ist das ein sehr verständlicher Grund, der ihr mit Sicherheit mildernde Umstände einbringen würde. Sie schüttelt den Kopf bei dem Gedanken daran, wie das gelaufen ist. Schalten die doch ernsthaft eine Kontaktanzeige in ihrem Namen auf einer dieser Singlewebsites und jetzt soll sie sich mit den Typen auch noch treffen, die die Vorauswahl bestanden haben! Und zu allem Überfluss hat sie am Ende auch noch eingewilligt, um des lieben Friedens willen.
Sie seufzt. Irgendwie muss sie aus der Nummer wieder rauskommen.
Kate holt sich aus der Küche eine große Schüssel Eis. Die hatte sie sich jetzt wirklich verdient. Das Gespräch mit Per ist wieder einmal alles andere als gut gelaufen, besser als das letzte, aber immer noch...
Sie seufzt. Wieso ist plötzlich alles so anders? Seit sie nicht mehr zusammen arbeiten. Nein, eigentlich seit ihrem Unfall.... als Per sie zu Hause besucht hat. Sie waren sich so nah.. und jetzt hat sie das Gefühl Per entfernt sich immer mehr von ihr, ganz gleich was sie macht.
Sie haben die Taxi-Fahrt Großteils schweigend verbracht. Kate brütet über ihren Gedanken. Warum nur wollte Per sie nicht verstehen. Sie will, dass er mit hoch kommt, über Nacht bleibt.
Als der Wagen vor ihrem Wohnhaus hält, sieht sie unsicher zu Per. Muss sie wirklich noch einmal fragen?
Er steigt zögerlich aus dem Taxi aus. Er kommt wohl nicht drumherum, dass Kate sich um seine Blessuren kümmert.
Sie steigt ebenfalls aus dem Taxi und schließt die Haustür auf. Sie ist gerade so erleichtert, dass sie schon ganz vergessen hat, dass er nicht lange bleiben will.
In Kates Wohnung sieht sie sich Per noch mal genauer an.
Sie gehen ins Wohnzimmer und Kate holt noch einen Eisbeutel aus dem Gefrierfach, den sie in ein Geschirrtuch wickelt.
Er lässt sich dennoch auf das Sofa nieder. Kates Anwesendheit macht ihn wieder nervös, jetzt da er etwas nüchterner ist. Er hat einen trockenen Hals und er weiß kaum wohin er gucken soll.
Er drückt sich den Eisbeutel auf das geschwollene blaue Auge.
Es ist ihm unangenehm, das Kate ihn so sieht. Er sieht eh schon so daneben aus.
Es macht sie halb wahnsinnig ihn so zu sehen und es kostet sie viel Mühe äußerlich professionell zu wirken. Sie sieht sich zuerst seine Hand an, reinigt die Abschürfungen und prüft, ob wirklich nichts gebrochen ist. Sicherheitshalber bandagiert sie seien Hand. Per scheint ihr die Sorte Patient zu sein, die es zu früh übertreiben. Als nächstes öffnet sie sein Hemd und tastet die Rippen ab, die schon blaugrüne Flecken aufweisen. Sie atmet tief ein, um die Ruhe zu bewahren. Zum Glück alles soweit okay.
Sein Herz pocht heftig gegen die schmerzenden Rippen als sie sein Hemd aufknöpft und seine Brust abtastet.
Er schluckt schwer, hat aber eigentlich garkeine Spucke mehr dafür im Mund.
Sie sieht ihn an, als er ihren Namen sagt. Sie ist unheimlich nervös. Die Erinnerungen an jenen Abend als sie das letzte Mal gemeinsam auf dieser Couch gesessen sind, tauchen wieder vor ihrem geistigen Auge auf. Damals war sie die Patientin gewesen.
Als er sich wegen der Praxis entschuldigt, weiß sie im ersten Moment gar nicht so recht, was sie sagen soll. Sie greift nach seiner gesunden Hand und drückt sie sanft.
Sie steht noch einmal kurz auf, um einen zweiten Eisbeutel und eine Flasche Wasser zum Trinken zu holen.
Sie reicht legt den Eisbeutel vorsichtig auf seine geprellten Rippen.
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